Newsletter 2/2026

Aus dem Projekt

Save the date: Abschlusstagung unseres Projekts

Wir stecken zwar aktuell noch mitten in unserer Arbeit, doch das letzte Projektjahr bricht bald an und damit naht auch das Ende unseres DFG-Projekts. Wir möchten Sie daher schon jetzt auf unsere Abschlusstagung aufmerksam machen und bitten Sie herzlich, sich den Termin bereits vorzumerken: 10.–12. Juni 2027 in den Rosensälen Jena.

Wir freuen uns darauf, unsere Projektergebnisse dort gemeinsam mit Ihnen zu diskutieren. Nähere Informationen zum Programm und zur Anmeldung folgen bald.

Materialien des Didaktik-Projekts online

Eine Zusatzfinanzierung durch das Zentrum für Lehrerbildung der Universität Jena ermöglichte es uns, von Juli bis Dezember 2025 ein Teilprojekt zur didaktischen Aufbereitung unserer Projektthemen zu realisieren. Es wurden drei Themenhefte erstellt: Der Beitrag „Universalismus und Ausschluss: Kant und die ‚Südsee=Bewohner‘“ von Yann Schosser beschäftigt sich mit einer problematischen und oftmals überlesenen Passage in Kants „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“. Das Themenheft „‚Blinde Flecken‘. Kolonialismus und europäische Philosophie“ von Ben Lindsay Steppath zielt auf eine kritische Reflexion und Erweiterung der klassischen Philosophiegeschichte. Sebastian Bandelins Themenheft „,Was sich zu erhalten lohnt?‘ Leitbegriffe der Neuen Rechten“ versucht eine Grundlage für die kritische Auseinandersetzung mit der sogenannten Neuen Rechten für den Unterricht zu schaffen. Die Materialien finden Sie hier über unsere Webseite. 


Terminankündigungen

Klicken Sie auf die Veranstaltungstitel, um Details auf unserer Website einzusehen. Eine laufend aktualisierte Übersicht unserer Termine finden Sie auch hier.

Vortrag 

08. – 09. Mai 2026

Berlin

Workshop 

01. Juni 2026

Weimar

Vortrag 

12. – 13. Juni 2026

Freiburg

Vortrag

30. Juni 2026

18:00 – 19:00 Uhr

Gießen

Berichte über Veranstaltungen der vergangenen Monate

In den letzten Monaten haben wir uns intensiver mit den technischen Vermittlungsfragen unserer Projektergebnisse beschäftigt, eine Tagung zu „Philosophie und Antisemitismus“ an der Universität Würzburg mitorganisiert sowie an der Eröffnung des ersten Kantmuseums in Deutschland teilgenommen. Davon möchten wir gerne in Kürze berichten:

Am 19. Februar fand in Kooperation mit dem Jenaer DFG-Projekt zur Exilphilosophie ein Einführungsworkshop zur digitalen Forschungsumgebung von „nodegoat“ in Jena statt, in der wir auch unsere Datenbank erarbeiten. Die Entwickler, Geert Kessels und Pim van Bree, haben die grundlegenden Funktionen vorgestellt und anschließend gemeinsam mit den Teilnehmer:innen mögliche Anwendungsfälle erprobt und diskutiert.

Vom 10. – 12. März 2026 waren Hannah Peaceman, Peggy H. Breitenstein und Andrea M. Esser in Würzburg bei der Tagung „Philosophie und Antisemitismus“, die Hannah Peaceman mitorganisierte. Die Tagung diente dazu, Kolleg:innen zusammenzubringen, die sich mit dem Themenfeld beschäftigen und dabei sowohl das antisemitische Erbe der Philosophie als auch deren kritische Analyse- und Reflexionsinstrumente gemeinsam in den Blick zu nehmen. Hannah Peaceman trat als Mitveranstalterin auf, Peggy H. Breitenstein hielt einen Vortrag zur Frage, wie in der Hochschullehre reflektierte und sensible Umgangsweisen mit Antisemitismus eingeübt werden können und Andrea M. Esser nahm an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Philosophische Selbst- und Institutionenkritik“ teil. Trotz politischer Differenzen gelang es, in freundlicher und konstruktiver Atmosphäre zu diskutieren und Kontakte zu knüpfen.

Zur gleichen Zeit, am 11. März 2026, wurde in Lüneburg im Rahmen eines Festaktes das erste Kantmuseum Deutschlands eröffnet. Karolin-Sophie Stüber war für unser Projekt vor Ort. In den letzten Jahren entwickelte sich eine Kooperation zwischen unserem Projekt und dem Ostpreußischen Landesmuseum, das das Kantmuseum beherbergt. Insbesondere Andrea M. Esser und Hannah Peaceman waren wissenschaftlich beratend an der Ausstellungskonzeption beteiligt. Dr. Tim Kunze, Kurator der Ausstellung, war im vergangenen Jahr bei unserer Exkursion in den Thüringer Wald zu Gast und berichtete vom aktuellen Stand. Gemeinsam wurde diskutiert, wie auch kritische Aspekte zu Kant in die Ausstellung einfließen können. Einen Besuch im neuen Kantmuseum in Lüneburg können wir allen Interessierten nur ans Herz legen und zeigen Ihnen hier einen kleinen Einblick:

Foto: Karolin-Sophie Stüber