
Newsletter 3/2026
Aus dem Projekt
Neue Förderungen
Im Laufe des Frühjahrs konnten wir zusätzliche Fördermöglichkeiten gewinnen, was uns eine gute Finanzierung für das letzte Projektjahr sichert. Dank einer erneuten Förderung durch das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB Jena) und einer Zusatzfinanzierung für die Datenbank durch die DFG sind unsere Personalmittel sowie eine professionelle Gestaltung unserer Datenbank gesichert. Darüber freuen wir uns sehr!
Unsere Abschlusstagung
Aktuell entwerfen wir das Programm unserer Abschlusstagung, die vom 10.–12. Juni 2027 in Jena stattfinden wird. Gemeinsam mit eingeladenen Expert*innen und allen am Thema Interessierten möchten wir die Ergebnisse unseres Projekts diskutieren und Raum für intensiven Austausch und weitere Vernetzung schaffen. Geplant sind unter anderem Workshops zum Umgang mit problematischen Textstellen in Klassischen Texten, zur Frage der didaktischen Vermittlung und dem öffentlichen Austausch, eine Podiumsdiskussion zur aktuellen politischen Dimension unseres Forschungsgegenstandes sowie ein thematisch ausgerichteter Stadtrundgang durch Jena. Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung folgen im nächsten Newsletter und auf unserer Webseite!
Bewerbung als Exzellenz-Universität
Die Friedrich-Schiller-Universität Jena hat sich um die Förderung als Exzellenz-Universität beworben. Am 11. und 12. Juni fand eine Ortsbegehung durch eine internationale Gutachter*innengruppe statt. Wir waren aus diesem Anlass an der Präsentation des Exzellenzclusters „Imaginamics“ beteiligt. Andrea M. Esser und Maximilian Huschke haben unser Projekt im Frommannschen Anwesen vorgestellt (Karolin-Sophie Stüber war in der Vorbereitung dabei und zur Begehung leider erkrankt). Hannah Peaceman zählte zu den ausgewählten Postdocs des Präsidiums, um die Gruppe der Nachwuchsforscherinnen der Universität zu vertreten. Wir haben uns sehr über das Interesse an unserer Arbeit gefreut und warten nun gespannt auf die Entscheidung am 2. Oktober. Hier ein kleiner Einblick in unsere Vorstellung:

Foto: Andrea M. Esser
Terminankündigungen
Klicken Sie auf die Veranstaltungstitel, um Details auf unserer Website einzusehen. Eine laufend aktualisierte Übersicht unserer Termine finden Sie auch hier.
Ausstellung
09. Juli – 18. August 2026
Jena
Der Verein DenkWelten e.V., in dem Peggy H. Breitenstein Vorstandsmitglied ist, organisiert die Ausstellung „Philosophie zum Anfassen“ im StadtLab Jena im Historischen Rathaus. Ausgestellt sind Exponate, die philosophische Ideen sinnlich erfahrbar machen – darunter auch Objekte zu Christian Wolff, Immanuel Kant, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Johann Gottlieb Fichte.
Vortrag
30. Juli 2026
Weimar
Deutscher Idealismus und deutsche Weltanschauung. Radikalisierungsdynamiken innerhalb der Jenaer Philosophie während des frühen 20. Jahrhunderts
Sebastian Bandelin hält in Weimar bei der Tagung „Philosophische Wege in den Nationalsozialismus: Ideen, Netzwerke und Kontexte“ einen Vortrag.
Vortrag
16. September 2026
Prag
Hegel’s “Rabble” and the Populism of Our Time
Im Rahmen der Tagung „Navigating the Social Crisis through Critical Theory“ in Prag referiert Maximilian Huschke.
Wir sind an mehreren Formaten der „XIII. Tagung für Praktische Philosophie“ an der Universität Passau im September beteiligt:
Diskussion
24. – 25. September 2026
Passau
Runder Tisch: Postmigrantischer Ethikunterricht
Hannah Peaceman und Sebastian Bandelin nehmen an einem Runden Tisch zu Postmigrantischem Ethikunterricht teil, den Hannah Holme (Frankfurt) organisiert.
Vortrag
24. – 25. September 2026
Passau
Die Dialektik von Christentum und Judentum in der klassischen Deutschen Philosophie
Hannah Peaceman hält zudem im Rahmen des Panels „(Klassische) Deutsche Philosophie und Antisemitismus“ einen Vortrag.
Panel und Vorträge
24. – 25. September 2026
Passau
Ideologien der Neuen Rechten: Zwischen Autoritarismus und Libertarismus
Sebastian Bandelin, Jonas Deyda, Maximilian Huschke und Yann Schosser planen ein Panel zur „Neuen Rechten“ in Passau und tragen dort vor.
Workshop
12. – 15. Oktober 2026
Basel
Kanonkritik und Kanonerweiterung: Geschichte der Philosophie
Karolin-Sophie Stüber nimmt an der Universität Basel an einem Workshop teil, der von Gesa Wellmann (Oldenburg), Karen Koch (Basel) und Manuel Fasko (Basel) organisiert wird.
Tagung
26. – 27. November 2026
Jena
Was ist eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit Fichtes „Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters“?
Joël Ben-Yehoshua und Gesa Wellmann (Oldenburg) veranstalten einen Workshop in Jena zur kritischen Rezeption Fichtes. Informationen zur Teilnahme finden Sie auf unserer Webseite.
Berichte über Veranstaltungen der vergangenen Monate
Auch in den vergangenen Monaten waren wir bei verschiedenen Veranstaltungen beteiligt und haben versucht, mit unterschiedlichen Vortrags- und Gesprächsformaten zu arbeiten: Im Mai nahm Karolin-Sophie Stüber an dem Workshop „In guter Gesellschaft. Zur epistemischen Relevanz sozialer Bedingungen für Denken, Urteilen und Handeln“ (organisiert von Katharina Naumann und Larissa Wallner) an der Freien Universität Berlin teil und hielt einen kurzen Vortrag mit dem Titel: „Aufklärung zwischen Theorie und Tischgesellschaft: Kant und Hippel zur ‚Frauenfrage‘“.
Anfang Juni gestalteten Andrea M. Esser, Maximilian Huschke und Karolin-Sophie Stüber in Weimar einen Workshop zum Thema „Selbstkritik in der Wissenschaft und ihre Blockaden“. Die Veranstaltung stand im Zusammenhang des Exzellenzclusters „Imaginamics“ und des Forums „Normative and Political Implications of Research on Social Imagining“ der Universität Jena. Im interdisziplinären Rahmen diskutierten wir unsere Projektfragen und Herangehensweisen und bereiteten uns damit auch für die Exzellenzbegehung Mitte Juni vor.
Ebenfalls Mitte Juni hielt Peggy H. Breitenstein am Nietzsche-Forschungszentrum der Universität Freiburg im Workshop „Nietzsche im Kontext von Kolonialismus und Dekolonisierung“ einen Vortrag zum Thema „Nicht ohne ‚Beipackzettel‘?! Der ‚kritische Überschuss‘ der Genealogie im de-/kolonialen Spannungsfeld“ und leitete eine Lektürediskussion zu Nietzsches „Zur Genealogie der Moral“. Den Abschluss bildete Ende Juni ein Vortrag von Hannah Peaceman im Rahmen des „Collegium Gissenum“ an der Justus-Liebig-Universität Gießen zu „Kant und Hegel zu Judentum und Juden“.
Wir wünschen Ihnen eine schöne Sommerzeit und melden uns wieder im Herbst!